Über den HIS-HE:Newsletter zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz vom 30.01.2026, aus dem HIS-Institut für Hochschulentwicklung e.V. (HIS-HE e.V.), erfahren wir Neues von der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG: "3 Gründe, warum Beinaheunfälle nicht gemeldet werden".
Im HIS-HE:Newsletter wird dazu vermeldet: "Sicherheitskultur geht über das Einhalten von Regeln und Vorschriften hinaus – sie zeigt sich im täglichen Handeln aller Mitarbeitenden und Führungskräfte. Wenn Sicherheit zu einer gemeinsamen Haltung wird, wird Vertrauen gefördert und Verantwortung übernommen. Das ist die Grundlage für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg" (HIS-HE e.V. 13.02.2026).
Das SAI-Lab greift diese Information in den dazu angelegten, vorgeschlagenen oder notierten Projekten zur nachhaltigen Entwicklung auf.
Weitere Informationen:
- HIS-Institut für Hochschulentwicklung e.V. (HIS-HE e.V.) (13.02.2026): HIS-HE:Newsletter zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz vom 13.02.2026.
- Anna Ganzke (10.02.2026): 3 Gründe, warum Beinaheunfälle nicht gemeldet werden. Autorin: Dr. Anna Ganzke. Haufe-Lexware GmbH & Co. KG. URL: https://www.haufe.de/arbeitsschutz/gesundheit-umwelt/3-gruende-warum-beinaheunfaelle-nicht-gemeldet-werden_94_674684.html. Darin: "Erster Grund: Schuldzuweisungen überwiegen: Ein wesentlicher Einflussfaktor für ausbleibende kontinuierliche Meldungen von Arbeits- und Beinaheunfällen ist der Umgang mit Fehlern im Unternehmen. Es ist leider kein Einzelfall, dass nach einem Ereignis die Suche nach einem Schuldigen für Führungskräfte wichtiger ist als die Identifikation von Schwachstellen in der Organisation und den Prozessen. Insbesondere wenn arbeitsrechtliche Konsequenzen oder eine gefühlte Bloßstellung nach Fehlern droht, werden Mitarbeitende Arbeits- und Beinaheunfälle überwiegend nur melden, wenn es nicht vermeidbar ist. Es fehlt die psychologische Sicherheit, offen über Fehler sprechen zu können." (s.o.).
Darin weiterhin: "Zweiter Grund: Falsche Anreizsysteme: In vielen Unternehmen gibt es heute noch Anreizsysteme, die zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht sind. Sie tragen dazu bei, dass eher das Schweigen in der Belegschaft gefördert wird, statt der offene Diskurs und das Lernen aus Fehlern. Anzeigetafeln auf dem Werksgelände zur Anzahl an unfallfreien Tagen sind genauso kontraproduktiv wie entsprechende Prämien für Mitarbeitende oder Jahresziele für Führungskräfte. Wer den klaren Fokus auf die Vermeidung von Unfallzahlen setzt, fördert eine Dunkelziffer bei den Arbeitsunfällen. Hierausfolgt in den meisten Fällen auch eine sehr hohe Dunkelziffer bei den Beinaheunfällen. Jemand, der einen Unfall als eine Art des Scheiterns ansieht, meldet auch kein Ereignis, bei dem fast etwas passiert wäre." (s.o.). Darin ebenso: "Dritter Grund: "Ich möchte nicht erwischt werden": Eine angemessene Meldemoral von Beinaheunfällen kann nicht verordnet werden oder mit einem finanziellen Anreiz auf Dauer erreicht werden. Solange sich ein Unternehmen kulturell in einer Phase befindet, in der sich die überwiegende Anzahl an Menschen nur an Regeln hält, weil sie es muss und man beim unsicheren Arbeiten nur nicht erwischt werden will, wird es schwer, eine kontinuierliche Meldung von Beinaheunfällen zu erhalten, die auch qualitativ hochwertig ist. Schließlich hilft es niemanden, Alibi-Meldungen zu bekommen." (s.o.).
Quervernetzt:
- HIS-Institut für Hochschulentwicklung e.V. (HIS-HE e.V.), siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/2006
Anker:
- HIS-HE e.V.: Dunkelfeld der Meldung von Beinaheunfällen, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/4722