Das Projekt "Beurteilung von Barrierefreiheit im Museum (BeBaMu)".
Rahmenprojekt: Disparity Eraser
Nachhaltigkeitsziel: SDG 10
Über das Projekt sollen die Methoden, Regeln, Grundlagen, Vorgaben, Handreichungen, sowie weitere Hilfen für die Beurteilung von Barrierefreiheit im Museum zusammengestellt, ausgewertet, angewendet, beschrieben und vorgestellt werden.
- Welche Zielgruppen als Besucher, Gäste oder Interessierte für das Thema Museum sollen wegen der Eigenart, Merkmale oder Bedürfnisse in der Verschiedenheit von Behinderungen betrachtet werden?
- Welche allgemeinen, gruppenbezogenen und erweiterten Maßnahmen zur Barrierefreiheit sollen für jeweilige Grade der Beeinträchtigung oder Behinderung im Museum aufgestellt, vorgestellt und umgesetzt werden.
- Was sind Arten und Form von grundlegende oder standardisierten Maßnahmen im Museum für allgemein passende Grade von Behinderung, was sind erweiterte Maßnahmen wegen Beeinträchtigung?
- Können bestimmte Maßnahmen der Barrierefreiheit im Museum besser von bestimmte Zielgruppen beurteilt werden oder sind gemischte Gruppen aus Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung zusammen mit Menschen ohne Beeinträchtigung oder Behinderung günstiger?
Nachhaltigkeitsziele und Nachhaltigkeitsvorgaben:
- 33. Zielvorgabe 4.5: Bis 2030 Beseitigung der geschlechtsspezifischen Ungleichheiten im Bildungswesen und Gewährleistung des gleichberechtigten Zugangs zu allen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung für schutzbedürftige Personen, einschließlich Menschen mit Behinderungen, indigene Völker und Kinder in prekären Situationen.
Kurz: "Geschlechtsspezifische Disparitäten, Diskriminierung und Benachteiligung in der Bildung beseitigen".
Siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/nachhaltigkeit/1276
Weitere Informationen:
- Deutscher Museumsbund e.V. (11.2013): Das inklusive Museum – Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion. Hrsg.: Deutscher Museumsbund e. V., Bundesverband Museumspädagogik e. V. und Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e.V.. Text: Arbeitsgruppe „Museen und Barrierefreiheit“: Mira Höschler, Klemens Kruse, Rüdiger Leidner, Astrid Pellengahr, Anja Schaluschke, Bettina Scheeder, Corinna Schmidt, Birgit Tellmann, Ursula Wallbrecher; unter Mitwirkung von Wolfgang Bachmann, Ulrike Boppel, Uta Deiß, Svenja Gaube, Hilke Groenewold, Marianne Hilke, Anja Hoffmann, Joachim Kumpch, Elke Lehning-Fricke, Sabina Leßmann, Ulrich Niehoff, Volker Sieger, Nicole Stäbler und Helmut Vogel. ISBN 978-3-9811983-9-3. URL: https://www.museumspaedagogik.org/fileadmin/Data/Dokumente/buecher-leitfaeden-leitfaden-barrierefreiheit.pdf. Darin: "Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft können Museen nicht stehen bleiben. Als Orte der Bildungsbegegnung und Freizeitgestaltung – vom Kindergarten bis ins hohe Alter – sind sie gefordert, sich aktiv mit der Barrierefreiheit, einem Teilaspekt der Inklusion, zu beschäftigen – und dies nicht erst seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesregierung im Jahr 2009. Auch im Hinblick auf eine sich verändernde Gesellschaft, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, müssen sich Museen dieser Herausforderung stellen und schrittweise Voraussetzungen schaffen, um z. B. lebenslanges oder generationenübergreifendes Lernen zu ermöglichen.
Mit diesem Leitfaden möchten wir Ihnen das Thema Barrierefreiheit so barrierearm wie möglich näherbringen und Ihnen in jedem Kapitel vergleichsweise kostengünstige und zeitnah zu realisierende Maßnahmen vorstellen. Damit der Leitfaden in der Praxis genutzt werden kann, gibt es zu jedem Thema kurz gefasste Hinweise zum Abhaken. Sie müssen Ihr Museum dafür nicht
schließen oder jahrelang aufwändig umbauen.
Schon bei der nächsten Wechselausstellung können Sie einige unserer Hinweise ausprobieren. Haben Sie schon einmal darauf geachtet, wie viele schwere Türen auf dem Weg zu barrierefreien Toiletten mitunter zu überwinden sind? Barrieren im Museum
sind mehr als der nicht vorhandene Aufzug oder die fehlende Brailleschrift neben den Exponaten. Jede Hürde erschwert oder verhindert sogar die Teilhabe und Teilnahme am uneingeschränkten Museumsbesuch. Machen Sie sich darum mit uns auf den Weg in ein Museum ohne Hindernisse.
Angemessene Gestaltung im Museum hat alle Menschen im Blick. Barrierefreiheit und „Design für Alle“ machen den Besuch zu einem positiven Erlebnis für jeden Gast. Zum Jahresende 2009 wurden in Deutschland rund 9 % der gesamten Bevölkerung (7,1 Mio.) als schwerbehindert eingestuft. Dabei werden Menschen mit einem Behinderungsgrad von weniger als 50 % in dieser Statistik nicht erfasst. Fast jeder vierte Jugendliche in Deutschland hat bereits jetzt einen nicht heilbaren Hörschaden. Zudem wächst die Zahl von Kindern mit Lernschwierigkeiten – häufig einhergehend mit psycho-sozialen Beeinträchtigungen. Mit zunehmendem Alter
steigt der Anteil von Menschen mit Seh-, Hör- und Mobilitätsbehinderungen sowie mit kognitiven Beeinträchtigungen oder demenziellen Veränderungen.
Auch die absolute Zahl der betroffenen Personen ist steigend, da das durchschnittliche Lebensalter der Menschen zunimmt. Damit wächst zugleich die Zahl derjenigen, die sich in der nachberuflichen Lebensphase befinden und potenziell mehr Zeit für
Freizeitaktivitäten haben.
Barrierefreiheit beginnt im Kopf. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema wird Ihre Institution positiv verändern. An der Zufriedenheit Ihrer Museumsgäste werden Sie erleben, dass Barrierefreiheit jedem zugute kommt. Jede Maßnahme zur Beseitigung oder Reduzierung von Barrieren – sei es beim tatsächlichen oder auch virtuellen Museumsbesuch – dient der Servicequalität Ihrer Einrichtung und ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz.
Die Umsetzung größtmöglicher Barrierefreiheit ist eine Querschnittsaufgabe. Es empfiehlt sich, einen Ansprechpartner im Museum zu benennen, bei dem alle die Barrierefreiheit betreffenden Fragestellungen bzw. Beschwerden zusammenlaufen und der bei Anfragen zur Verfügung steht. Auf dem Weg zu einem service-orientierten, inklusiven Museum bietet es sich an, mit Maßnahmen zu beginnen, die mit wenig Aufwand ein barrierefreies Angebot schaffen, das gezielt in der Öffentlichkeit kommuniziert werden kann." (s.o.) - Kulturbetriebe Burgenlandkreis GmbH (2026): Barrierefreiheit. Bettina Pfaff, Geschäftsführerin der Kulturbetriebe Burgenlandkreis GmbH (Geschäftsbereiche Arche Nebra und Sonnenobservatorium Goseck). URL: https://www.himmelsscheibe-erleben.de/ihr-besuch/barrierefreiheit. Darin: "Unser Ziel ist es, dass das Besucherzentrum Arche Nebra und alle dazugehörigen Außenbereiche für alle Menschen gut zugänglich und nutzbar sind." (s.o.).
Quervernetzt:
- Disparity Eraser 022: Beurteilung von Barrierefreiheit im Öffentlichen Raum, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/projekte/41-sdg-10-disparity-eraser/5144
- Disparity Eraser 010: Anforderungen der Barrierefreiheit für die Nutzung von Produkten und Dienstleistungen, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/projekte/41-sdg-10-disparity-eraser/2753
- Disparity Eraser - Übersicht, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/projekte/41-sdg-10-disparity-eraser/2869
- Nachhaltigkeitsziel 10 - , siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/nachhaltigkeit/19-nachhaltigkeitsziele/1589
- Initiative lenosu market - "leave no stone unturned!", siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/initiativen/67
Anker:
- Disparity Eraser 023: Beurteilung von Barrierefreiheit im Museum (BeBaMu), siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/projekte/41-sdg-10-disparity-eraser/5146