Diese Beitrag zum Projekt "LandLivingCycles 092: Tiny Academic Forest (TAF)" (siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/projekte/49-sdg-15-landlivingcycles/3386) greift die Quantität und Qualität von Gebäudevorflächen zur attraktiven Nutzung für Arbeitspausen auf.

"Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.“ So steht es in § 4 des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG). Nach sechs Stunden muss die Arbeit für mindestens 30 Minuten unterbrochen werden, bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden für insgesamt mindestens 45 Minuten. Die Pausen können auch in Zeitabschnitten von jeweils mindestens 15 Minuten genommen werden, aber nicht zu Beginn oder am Ende eines Arbeitstags oder einer Arbeitsschicht.
Laut Arbeitszeitgesetz müssen die Pausen im Voraus feststehen. Dies kann auch innerhalb eines Zeitrahmens sein, zum Beispiel von 12 bis 14 Uhr. Verlangen betriebliche Erfordernisse eine flexible Festlegung der Pausen, kann es auch genügen, wenn die Beschäftigten erst zu Beginn der Pause wissen, dass und wie lange sie Pause haben.
Für jugendliche Beschäftigte sowie schwangere und stillende Frauen gibt es spezielle Regelungen. So dürfen Jugendliche nicht länger als viereinhalb Stunden hintereinander ohne Ruhepause beschäftigt werden. Schwangere oder stillende Frauen dürfen ihre Tätigkeit am Arbeitsplatz, soweit es für sie erforderlich ist, kurz unterbrechen. Diese Kurzpausen – circa fünf Minuten – gelten als Arbeitszeit." (Keller

Diese rechtlichen Regelungen zu Kurzpausen und insbesondere Arbeitspausen greifen wir gerne auf, um darüber einen Bogen zum Tiny Academic Forest (TAF) zu schlagen. Der TAF kann und soll auch eine Zone, ein Areal und ein Bereich für solche Pausen sein.

Der TAF soll möglichst "pausengerecht" gestaltet sein. Das Angebot des TAF soll attraktiv für "Pausen" sein. Auch das Umfeld des TAF soll konkrete und praktische Pausen-Funktionen haben.

Die nachfolgende Auflistung entstammt in der kursiven Schrift dem bereits zitierten Artikel (Keller 04.11.2025 s.u.)

  • Ausruhen: ein kurzes Schläfchen in der Mittagspause - auf einem passenden Gartenmöbel im TAF.
  • Bewegung: ein Spaziergang an der frischen Luft - ein kleiner, feiner Pfad um und durch den TAF.
  • Soziale Interaktion: ein nettes Gespräch (nicht über die Arbeit) mit Kolleginnen und Kollegen - der TAF als ein Treffpunkt, eine Begegnungszone und ein Aufenthaltsort.
  • Essen: ein gemeinsames Frühstück oder die gemeinsame Mittagspause - der TAF als ein weiterer Ort mit Angeboten zum Sitzen, Auftischen und Verzehr von Speisen und Getränken.

Für das Projekt stellen wir fest, dass die einige unversiegelte Vorfläche rund um die Bibliothek eine besondere Stellung und Funktion zukommen. Bereits in der jetzigen Situation zu Beginn des Projekts handelt es sich um eine Fläche aus den beiden bedeutsamen Teilen "Wiese" und "Hain". Beides ist bereits bloß für die Blickführung und die Inaugenscheinnahme wichtig als strukturelle und funktionaler Beitrag für eine Pause. Der Pausenort spielt eine wesentliche und entscheidende Rolle für den Grad der Erholung und damit für die Wirksamkeit der Pause (vergl. Keller 04.11.2025). Die Idee mit dem TAF ist es einen akademischen Raum zu erkennen und zu gestalten, der auch als Pausenraum beispielhaft nachhaltig wirksam wird. Der TAF soll zum Verweilen einladen. Der TAF soll dank seines Charmes, der sich bereits durch den Ausblick vom Fenster aus auf die Fläche, zum Aufsuchen oder Besuchen der Fläche führen. Der TAF soll eine angenehme Umgebung sein, selbstverständlich auch für kurze oder längere Pausen. Dazu soll die Gestaltung die Regeneration von Angehörigen der Universität, sowie der Besucher, unterstützen. Die Attraktivität der Raumgestaltung des TAF soll dazu nicht nur die übliche passive Nutzung als eingerichtetem Pausenraum ermöglichen, sondern insbesondere die aktivierende Nutzung für eine Regenration durch ausgleichende und kompensatorische Betätigungen (günstiges Tun in einer Pause) bieten: Pflanzen anschauen, Bäume betrachten, Tiere beobachten, Menschen begegnen, sowie Mikro-Betätigungen in der Pflege des Gartens ausführen.
Der TAF soll auch eine "Ruhepause" im Sinne einer möglichst ruhigen, geräuschgeminderten Stadtlärm-Oase sein, wozu eine Gestaltung mit passender Möblierung zweckmäßig sein wird. Eine Pause im Garten, auf der Wiese oder im Mikrowald des TAF soll eine nachhaltige und sichtbare Rolle für eine sichere und gesunde Arbeitsgestaltung, ebenso für die Bindung von Studierenden und Beschäftigten an die Hochschule sein.

Daher ergänzen wir, zu den vier oben genannten Aspekten, noch zunächst diese ebenso grundsätzlichen und allgemeinen Punkte:

  • Sehen und Schauen: Biodiversität im TAF
  • Beobachten und Staunen: CampusNatur und StadtNatur in um dien TAF
  • Ökologische Aktion: kleinste, kleine und mittlere Aktivitäten zur Pflege, Reinigung, Wartung und Reparatur zu der Ausstattung und Möblierung der Fläche mit natürlichen und anthropogenen Elementen
  • Nachhaltige Mitwirkung: niedrigschwelliges, einfachstes, angestiftetes und ermuntertes (Mit-) Wirken auf der Fläche zu Szenarien der Erholung, des Ausgleichs und der sonstigen Arten und Formen von Mehrwert

 


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