Das Projekt "Verdienst von Berlins Landesmanagern".

Rahmenprojekt: Sustainer 
Nachhaltigkeitsziel: SDG 17

Über dieses Projekt soll der Verdienst von den Managerinnen und Managern des Berlins Landes betrachten werden, sowohl der Aspekte der Zahlungen von Gehalt, wie der Aspekt der Anerkennung und Würdigung von beruflichen Leistungen.

Die Idee geht auf einen Beitrag im Der Tagesspiegel zurück, in dem seinerzeit die Fairness, Angemessenheit und Rechtskonformität von Managergehältern thematisiert wurde.

Über das Projekt sollen die rechtlichen, verwaltungsfachlichen, behördlichen, organisatorischen und funktionalen Bereiche, Themen und Merkmale, die bei der Festsetzung, Bestimmung oder Verhandlung von  Gehalt für Manager aus dem  obersten Management und dem oberen Management, wichtig und wesentlich sind zusammengestellt, betrachtet, untersucht und beurteilt werden. Dazu sollen die Grundlagen aufgezeigt werden, anhand derer sich allgemeine Entwicklung der Struktur im Öffentlichen Dienst, die verschiedenen mittelbaren Merkmale der Einwirkung auf die Bedingungen und Vorbedingungen für Zahlen, also Daten, Fakten und Informationen, die sich in einem Gehalt widerspiegeln,  sowie auch die unmittelbaren Bedingungen für die finanzielle Dotierung der Stelle oder entsprechende Entgeltermittlung, die durch weitere Verfahren in jeweiligen Prozessen der Verwaltung,  in die Gemengelage „Gehalt“ einwirken oder sich darüber ausprägen.

Im Projekt soll, neben dem transparent gemachten Mosaik aus Vorbedingungen, Bedingungen und deren Wechselwirkungen,  weiterhin die basale Frage nach der Wirtschaftlichkeit gestellt werden, wonach Leistungsausgleich durch Gehalt gegen Leistung erfolgt, sowie dies angesichts von zahlreichen Kriterien und Merkmalen der Tätigkeit, hier das Management betreffend. Dazu gehört die Rechtsdokumente der Errichtung der Einrichtung, das Organigramm der Einrichtung oder Organisation, sowie die die Arbeitsplatzbeschreibung und Stellenbeschreibung. Hierüber kann die Stelle einer  Managerin oder eines  Managers, der darüber beschreibend dokumentiert  in das Unternehmen eingebunden ist, erfasst und erkannt werden. Die Stelle selbst kann dann  unabhängig von der Rolle oder Funktion als aller-oberste Leitung (Führung) untersuchen und zu beurteilen werden . Diese Beurteilung, Einstufung oder Einschätzung der Stelle kann und soll mit  benachbarten Stellen oder Stellen auf tieferen Ebenen des Obersten oder oberen Managements zusammen betrachtet werden. Daraus soll ein für die Analyse vollständiges Bild der weiteren Führungskräfte in entsprechenden Leitungen von Teilen des Unternehmens entstehen, das Binnenbeziehungen darstellt und verdeutlicht. Bei den Stellenplan von Leitung und der obersten und  oberen Ebene des Management sollen gleichermaßen öffentliche Einrichtungen, wie unmittelbar öffentliche Einrichtungen,  mit vergleichbaren Maßstäben untersucht und beurteilt werden.

Darüber soll im Projekt der  Leistungsausgleich mit weiteren wichtigen gesellschaftlichen Aspekten, gemäß des geltenden Gesellschaftsvertrags in der Bundesrepublik Deutschland, der Europäischen Union und der Europäischen Gemeinschaft, erörtert werden, wozu weitere Indikatoren für die Entwicklung, Sicherstellung und Gewährung von Staat in der Daseinsvorsorge einbezogen werden sollen. Dazu sollen dann auch alle weiteren Bausteine für die Bezeichnung, Adressierung, Anerkennung und Würdigung von gesellschaftlichem  Verdienst einbezogen und erörtert werden, so unterschiedlich diese auch sind. Für die nicht-monetären Verdienst, als Pendant zum  monetären Verdienst, sollen die üblichen nicht konsumptiven Gratifikationen, Einladungen, der zusätzliche Wert des Innehaben der Stelle, im gesellschaftlichen Zusammenhang öffentlichen und persönlichen Wirkens, die Berechtigungen, die mit der Stelle verbundenen sozialen und ökologischen Optionen, die Geschenke, sowie die  konsumptiven Verantwortung, seien es Belastungen, Anstrengungen, bestehende Konflikte, unbekannte Lösungen oder fehlende Ideen, die zivilgesellschaftliche Stellung skizzieren. Die Rolle der Managerin oder des Managers kann in diesem Projekt darüber gemäß der Dimensionen der Nachhaltigkeit entschlüsselt und beschrieben werden, wonach die in der Stelle gebündelte Verantwortung, kombinierte mit den Aufgaben und Pflichten, eine Abbildung einer Art Profil des Nachhaltigkeit ermöglicht, das eine Erörterung von Verdienst, auch zum Gehalt, ermöglicht oder verbessert. 

Aus dem Tagesspiegel Checkpoint vom 21.10.2025 erfahren wir über Berlins Landesmanager zu der Frage „Verdienen Sie zu wenig?“ einige neue  Daten und Fakten zum Gehalt: „Für die Berliner SPD-Fraktion sind es die Managerinnen und Manager der Landesbetriebe; deren Gehälter sollten deshalb gedeckelt werden. Niemand im Dienst des Landes solle mehr verdienen als der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) – also 212.500 Euro brutto im Jahr. Wen würde das treffen?
+ Friedrichstadt-Palast: Intendant Berndt Schmidt (569.000 Euro)
+ Investitionsbank Berlin: Vorstandschef Hinrich Holm (498.000)
+ Messe Berlin: Geschäftsführer Dirk Hoffmann (480.000)
+ Flughafengesellschaft (BER): Vorstandschefin Aletta von Massenbach (468.000)
+ BVG: Vorstand Rolf Erfurt (449.000)
+ Wasserbetriebe: Vorständin Kerstin Oster (401.000)
+ BSR: Vorstandschefin Stephanie Otto (387.000)

Die CDU findet den Vorschlag zur Gehälter-Deckelung „populistisch“ (Michael Dietmann). Und auch der Berliner Experte für Personal-Gewinnung Michael Tippmann nennt ihn „vollkommen weltfremd“. Schon mit den aktuellen, einigermaßen marktgerechten Gehältern (Stand 2023) müsse man lange suchen, um „intrinsisch motivierte Berlin-Fans“ zu finden. Und was denken Sie: Wird im Dienst für unsere Stadt zu viel verdient?“ (s.u.). 

Das wirft nicht die Frage nach „marktgerechten Gehältern“ in der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung für alle Beschäftigten in den jeweiligen Stellen auf, sondern die Entgegnung mit dem Stopp „Whataboutism“!, sowie „bitte keine  Pauschalierung“, ebenso mit der Aufforderung „bitte politische Sachargumente anstelle Meinungsbekundung“. Es weckt auch ein allgemeines Informationsbedürfnis oder eine bestimmte Neugierde zu der prozessuale Funktion klarer und transparenter Verfahren der Stellenplanung, Stellenbewirtschaftung, Stellenausschreibung und Stellenbesetzung in der öffentlichen Verwaltung.

 

Weitere Informationen:

  • Verlag der Tagesspiegel (21.10.2025): Keine Ferien auf Berlins Baustellen . Tagesspiegel Checkpoint. Newsletter

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