Aktualisiert am 14.10.2025

Das Projekt „Architektur der Abfall- und Kreislaufwirtschaft“.

Rahmenprojekt: BAU
Nachhaltigkeitsziel: SDG 15

In diesem Projekt sollen die gestalteten und geschaffenen Bedingungen durch Architektur der Abfall- und der Kreislaufwirtschaft für die verschiedenen Aspekte der Betriebswirtschaft von Bauwerken und Gebäuden betrachtet, erarbeitetet, bearbeitet und vorgestellt werden.

Mit dem Projekt sollen Bedingungen und Zustände in und um ein Bauwerk für die Nutzung und Benutzung als solches im Mittelpunkt stehen. Darüber sollen bekannte Lösungen der Architektur der Abfallwirtschaft, aber auch die damit eng verbundene Innenarchitektur der Abfallwirtschaft, für den Betrieb untersucht und bearbeitet werden. Es sollen die Abhängigkeiten durch die Architektur der Abfall- oder  der Kreislaufwirtschaft für die Betriebswirtschaft gemäß einer Abfallwirtschaft, einer Transformation der Abfallwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft, sowie die der Kreislaufwirtschaft erfasst und analysiert werden

Mit diesem Projekt sollen dazu die Bedingungen für eine Transformation  von der Architektur und Innenarchitektur der Abfallwirtschaft hin zu einer Architektur und Innenarchitektur der Kreislaufwirtschaft bearbeitet werden.

Damit Projekt grenzt sich von der verbreiteten Betrachtung der Art und Weise von Bauen, der Baumaterialien und der Bauteile, aus denen Bauwerke bestehen, dem nachhaltigen Bauen, ab. Das Projekt unterscheidet sich gegenüber dem nachhaltigen Bauen durch den erweiterten Blick, nicht nur auf die Nachhaltigkeit des Bauens und des Bauwerk an sich, sondern auf die Nachhaltigkeit der Nutzung. Das Projekt soll eine Grundlage für die integriere Betrachtung von Bauwerksarchitektur und Bauwerksbetrieb herstellen.

Durch ein Bauwerk werden Bedingungen geschaffen, die maßgeblich die Verhältnisse bedingen, in denen sich daraufhin oder dadurch ein möglichst nachhaltiges Verhalten entfalten kann. Durch passende architektonische und innenarchitektonische Lösungen in Form errichteter Bauwerke und Gebäude, werden die Voraussetzungen für betriebliche Möglichkeiten sowie die organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen der Nutzerinnen und Nutzer gestaltet und geprägt. Es soll daher im Projekt das durch die Verhältnisse der Architektur unterstützte oder geförderte Verhalten betrachtet werden, die bisher klassisch auf bauliche Mittel oder Standards der Abfallwirtschaft der Gebäudebewirtschaftung und Gebäudenutzung ausgerichtet sind. Demgegenüber sollen im Projekt die zahlreichen Aspekte einer Architektur der Kreislaufwirtschaft für die vielfältigen Optionen des Verhaltens von Betreiber, sowie von den Benutzerinnen  und Benutzer ,untersucht werden.

Durch eine systemisch ausgerichtete und betriebswirtschaftliche Betrachtung eines geplanten, errichteten und dann fertigen Bauwerks, also eines für die Nutzung betriebenen Bauwerks oder Gebäudes, sollen die Prinzipien, Methoden und Standards in der der Architektur und Innenarchitektur der Abfallwirtschaft in den Blick genommen werden, die für eine betriebliche Abfallwirtschaft markant, typisch und allgemein üblich sind. Dazu gehören in der  Architektur und Innenarchitektur der Abfallwirtschaft beispielsweise Aufstellflächen für Abfallbehälter sowie Müllräume mit entsprechenden Wegen, Schleusen und Öffnungen an Gebäuden. Weitere augenfällige Aspekte sind alle architektonischen und baulichen Teile der Versorgung und des Mehrwegs, der allgemeinen Zirkulation nicht mehr benötigter Waren, Güter, Produkte und allgemeiner Ressourcen („Entsorgung“ in der Abfallwirtschaft) mit Medien, Energie und sonstigen Stoffen.

Der Ansatz für eine jeweilige Architektur der Abfallwirtschaft, beispielsweise bestehend aus den  Varianten architektonischer und innenarchitektonischen Lösungen rund um Abfallbehälter oder andererseits rund um Mehrwegbehälter, ergibt sich aus einer Bedingung und Eigenschaft der praktizierten Wirtschaft. In einer Wirtschaft in der Abfall entsteht, entsteht diese auch in Bauwerken und insbesondere in Gebäuden. In einer solchen Wirtschaft mit Abfall bedarf es einer Architektur für und mit Abfallbehältern. In einer Wirtschaft mit ausgeprägten Merkmalen in einer Kreislaufwirtschaft bedarf es einer anderen Architektur, beispielsweise einer zu Mehrweg mit Mehrwegbehältern.

Dieses Projekt betrachtet insofern - nicht vordergründig - die Nachhaltigkeit der Bauwerke, auch nicht der Gebäude, in Sinne von nachhaltigem Bauen, sondern hintergründig die Nachhaltigkeit der Funktion, von Systemen, der Technik, den Räumen und deren Raumnutzungsarten, sowie die Aspekte dieser Gestaltung für die Nachhaltigkeit des Betriebs, also der Bauwerksbetriebswirtschaft und der Gebäudenutzungswirtschaft in der Architektur und Innenarchitektur der Abfallwirtschaft.

Eine bestimmte architektonische oder innenarchitektonische Ausstattung für dieser Bauwerksbetriebswirtschaft und Gebäudenutzungswirtschaft der Architektur und Innenarchitektur der Abfallwirtschaft bedarf bestimmter Eigenschaften und Elemente. Die Behälter für Abfall in einem Bauwerk oder Gebäude stehen dabei symbolisch für eine Abfallwirtschaft, die seitens der Architektur dafür aus planerischen und baulichen Gründen bedient und berücksichtigt wurde. Daher wird es in diesem Projekt als wesentlich erachtet für den Betrieb eines Werkes des Architektur dessen Transformation hin zur Kreislaufwirtschaft zu betrachteten, ebenso wie die Art und Weise im Vorgehen, der Arbeit und der Umsetzung von Architektur selbst. Die Architektur einer Abfallwirtschaft bedarf hinreichend geplanter, errichteter und betriebener Bauwerke, insbesondere für die betriebswirtschaftlichen Aspekte rund um den typischen und vermeintlich unvermeidlichen Abfall. Hierzu soll das Projekt Ansätze, Lösungen und die beispielhafte Umsetzung einer transformierten Architektur zusammen- und vorgestellt werden, die hier als Architektur und Innenarchitektur der Kreislaufwirtschaft bezeichnet wird.

Anders stellt es sich für diese Architektur und Innenarchitektur der Kreislaufwirtschaft dar, bei der aber ebenfalls Planung, Errichtung und Betrieb von Bauwerken und Gebäuden, für die betriebswirtschaftlichen Aspekte rund um Kreisläufe, die Bedingungen und Umgebungsbedingungen für Ressourcen und Stoffströme in Kreisläufen zu beachten sind, aber eben jene systemischen Komponenten der vorhandenen, funktionieren und praktischen Kreislaufwirtschaft.

Für öffentliche Gebäude und die darin praktizierte und umgesetzte Kreislaufwirtschaft bedarf es, unbenommen der Vorgaben, Regel und allgemeinen Bedingungen für Mehrweg und gegen Einweg, eine dafür günstige, nützliche und nachhaltige Architektur, kombiniert mit allen Elementen der daran ansetzten Innenarchitektur. Die systemischen, funktionalen und strukturellen Merkmale der Architektur für Abfallsammlung und Verwertung, sofern Abfall in Vorstufen und Vorphasen der Kreislaufwirtschaft noch anfällt, sind gegenüber der Architektur der Kreislaufwirtschaft andere. Die bestehenden Bedingungen und verlangten Vorkehrungen der Architektur und der Innenarchitektur für eine Wirtschaft in der Abfälle sind andere als jene der Architektur und der Innenarchitektur einer Kreislaufwirtschaft.

In diesem Projekt sollen dazu die bestehenden Merkmale, Kriterien und Indikatoren, sowie die physischen, technischen und funktional Eigenschaften und Aspekte von Baustoffen, Bauarten, Bauformen und Baufunktionen genauer betrachtet, zusammengestellt und erörtert werden, anhand derer sich typisches der Architektur der Abfallwirtschaft gegenüber der  Architektur der Kreislaufwirtschaft, einbezogen mit allen Aspekten der Innenarchitektur, beschreiben, erkennen und manifestieren lässt.

So soll in diesem Projekt beispielsweise die Aufstellung passender Behälter für Abfall behandelt werden, wie dies innerhalb von Gebäuden vorgesehene räumliche, bauliche und technische Architektur und Innenarchitektur der Abfallwirtschaft  üblich und verbreitetet ist. Bestenfalls sieht die Architektur , sowie die baulichen, funktionalen und nutzungs-praktischen Aspekte der Innenarchitektur, oftmals eine Basismöblierung mit Abfallbehältern, ein Grobkonzept für die Platzierung, sowie für die Nutzung und den Betrieb von Abfallbehältern in der Gebäude-Abfallwirtschaft vor. Solche Systeme der gestuften und verteilten räumlichen Sammlung, in zunächst kleinen Behältern, dann größeren Behältern bis hin zu Containern, bedarf einer passenden Architektur und Innenarchitektur.

Im Projekt soll die mögliche und nötige Transformation von der Abfall- zu Kreislaufwirtschaft in der Architektur und in der Innenarchitektur untersucht werden. Dafür sind Beispiele gut und günstig, ebenso wie neuartige und innovative Konzepte und Modelle des Planens und Bauens in der Architektur. Bestenfalls lassen sich Theorie und Praxis verbinden, daraus bestimmte Elemente, bekannte Konzepte und standardisierte Bauteile einer allgemeinen und nutzungs-freundlichen Architektur und Innenarchitektur finden, wie etwa durch Umnutzung und Umwidmung aus Abfall- eine Kreislaufwirtschaft im Gebäude wird. Wo die Umnutzung von beiderseits geeigneter Architektur an Grenzen stößt, sollen in diesem Projekt die  baulichen, funktionalen und betrieblichen Anforderungen und möglichen Ausprägungen für eine Architektur der Kreislaufwirtschaftliche aufgezeigt und dargestellt werden. Die könnte beispielsweise an der Weiterentwicklung von sicheren und gesundheitsgerechten Sammelsystemen einer ehemaligen Abfallwirtschaft, für die Belange einer Kreislaufwirtschaft angegangen und aufgezeigt werden. Insgesamt sollen mit dem Projekt, durch den systemischen und integrierten Blick auf die beiden Arten von Wirtschaften, mit der die  Architektur und die Innenarchitektur verflochten und verwoben ist, um benötige neuartige, innovative und nachhaltige Bestandteile bereichert und erweitert werden. Mit einem akademisch geprägten, künstlerisch beseelten und technisch ausgestattetem Baukasten für die  nachhaltige Entwicklung können Stellschrauben bereitgestellt und gegebenenfalls das erforderliche Fundament für eine Architektur der Kreislaufwirtschaft entwickelt und bereitgestellt werden. Dabei sollte insbesondere C2C ein immanentes Prinzip für die Bearbeitung des Projekts sein.

Das Projekt soll auch wesentliche Inhalte praktischer Merkmale eines Grobkonzepts für eine wirksame und nachhaltigen Nutzung und Betrieb von einstigen Abfallbehältern umfassen, also darstellen, wie und wo einstige Abfallbehälter in einer Architektur der Kreislaufwirtschaft weiter genutzt werden können, oder feststellen, das dies nicht nachhaltig ist.

 

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